Es gibt diese Geschichten, die einen nicht mehr loslassen. Die dich in eine andere Welt ziehen, dich mitreißen, dir Hoffnung geben – und gleichzeitig ein Kribbeln hinterlassen, weil sie vielleicht gar nicht so fern unserer eigenen Realität sind. Survival Quest von Vasily Mahanenko ist genau so eine Geschichte. Und ja, ich schwärme. Und wie!

Vom Gefangenen zum Helden – der Weg, den ich so liebe
Was mich an dieser Reihe sofort gepackt hat, ist das klassische Motiv, das auch Gothic für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat: Du startest als Niemand, als Spielball der Umstände – und arbeitest dich mit Hirnschmalz, Willenskraft und unermüdlicher Entschlossenheit ganz nach oben. Mahan, der Protagonist von Survival Quest, wird in die virtuelle Welt von Barliona verbannt. Nicht als Held, nicht als Krieger. Nein – als Sträfling. Minenarbeit, volle Schmerzwahrnehmung, null Komfort. Und trotzdem beginnt hier seine Reise.
Es ist diese Mischung aus harter Arbeit und cleverer Taktik, aus Glücksmomenten und herben Rückschlägen, die mich begeistert. Die Tatsache, dass Mahan sich seine Freiheit, seinen Status – ja sogar seine Macht – in der virtuellen Welt selbst erkämpfen muss, macht ihn für mich zu einem echten Helden. Kein strahlender Supermann, sondern ein Mensch mit Ecken, Kanten und einem brillanten Verstand.

Eine Stimme, die die Welt lebendig macht – Thomas Balou Martin
Und dann ist da diese Stimme. Thomas Balou Martin, du Legende. Was du mit Survival Quest gemacht hast, ist kein simples Vorlesen – das ist Magie im Ohr. Du hast Mahan nicht nur gesprochen, du hast ihn gelebt. Jede Nuance, jede Gefühlsregung, jede dramatische Wendung – du hast sie eingefangen und transportiert, als würde man direkt an Mahans Seite durch Barliona ziehen.
Ich hab schon viele Hörbücher gehört – aber selten einen Sprecher erlebt, der so perfekt zur Geschichte passt. Balou Martin gibt der Reihe Tiefe, Emotion und Kraft. Und ja, ich feier ihn hart dafür.

Die Welt von Barliona – Vision oder Zukunft?
Was mich bei dieser Reihe zusätzlich fasziniert, ist die Vision einer Zukunft, in der wir durch Maschinen vollständig in digitale Welten eintauchen. In Survival Quest geschieht das über sogenannte Kapseln, die den Körper versorgen, während der Geist in der virtuellen Realität lebt – mit allen Sinnen, mit vollem Bewusstsein.
Der Gedanke: Was wäre, wenn das wirklich möglich wäre?
Hier kommen natürlich sofort Assoziationen zu Projekten wie Neuralink auf. Elon Musks Vision, Mensch und Maschine direkt über das Gehirn zu verbinden, ist der erste tastbare Schritt in Richtung einer Welt, wie sie in Survival Quest beschrieben wird. Klar, wir sind noch weit entfernt davon, in Kapseln durch MMOs zu wandeln – aber der Gedanke, dass wir irgendwann direkt in eine andere Realität "einsteigen" könnten, ist nicht mehr reine Fiktion.
Ich glaube, es wird kommen. Vielleicht nicht morgen, vielleicht nicht übermorgen – aber die Verbindung zwischen Bewusstsein und digitaler Welt ist ein logischer nächster Schritt in unserer technischen Entwicklung. Und Survival Quest spielt genau mit dieser Fantasie. Großartig.

Die Bücher – und warum ich jedes einzelne liebe
Die Reihe besteht aus sieben Bänden, und jeder einzelne hat mich auf seine Weise gepackt:
- Der Weg des Schamanen
Der Beginn von allem. Ein intensiver Start, der direkt klar macht: Das wird kein Spaziergang. Ich liebe die Härte und den Realismus, mit dem Mahans erster Schritt in Barliona erzählt wird. - Der dunkle Schamane
Mehr Tiefe, mehr Macht, aber auch mehr Verantwortung. Hier beginnt Mahan, sein eigenes Schicksal wirklich zu formen – und die ersten großen Entscheidungen stehen an. - Das Geheimnis des dunklen Waldes
Eine grandiose Mischung aus Erkundung, Gefahr und uralten Geheimnissen. Genau mein Ding. - Die Phantomburg
Ein genial konstruierter Schauplatz mit mysteriöser Atmosphäre. Rätsel, Taktik, Spannung – was will man mehr? - Das Karmadont-Schachspiel
Mein Highlight. Dieser Band zeigt, wie weit Daniel gekommen ist – und was er bereit ist, zu riskieren. - Die Rache des Schamanen
Persönlicher, dunkler, intensiver. Der Titel ist Programm, und ich konnte nicht aufhören zu hören. - Krieg der Clans
Ein episches Finale mit allem, was dazugehört: Schlachten, Intrigen, Emotionen. Ein würdiger Abschluss für eine unfassbar gute Reise.

Ich kann gar nicht genug betonen, wie sehr ich diese Reihe feiere. Für mich ist Survival Quest nicht nur eine Geschichte – es ist ein Erlebnis. Eine Welt, in die ich abtauche, um zu staunen, zu kämpfen, zu lernen. Und wer weiß? Vielleicht ist es ja wirklich mehr als nur Fiktion. Vielleicht sind wir näher dran an Barliona, als wir glauben.

Matt McKenzie
Sternenwanderer, Wortschmied – Matt McKenzie erkundet die Grenzen des Vorstellbaren und schreibt darüber, als wäre er mittendrin. Fantasie trifft Technik in der Sternen Schmiede.
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