Manche Leute glauben ja, das Leben auf einer Raumstation sei langweilig. Endlose Sternenleere, piepsende Konsolen und ab und zu ein kaputtes Luftfiltersystem. Aber ich, Matt McKenzie, kann euch sagen: Auf der Sternen Schmiede ist jeder Tag ein Abenteuer. Oder zumindest ein ziemlich unterhaltsamer Wahnsinn mit meinem mechanischen Mitbewohner Bob, dessen Vorstellung von Freizeitgestaltung irgendwo zwischen absurdem Ehrgeiz und programmierter Ironie pendelt.

Der Tag beginnt meistens ganz gemütlich – Bob und ich sitzen an der Bar der Station. Er "trinkt" seinen Kaffee (eine mysteriöse Flüssigkeit, die er über sein internes Programm kaffee.exe simuliert), während ich versuche, echten Kaffee aus dem Replikator zu bekommen, ohne dass mir der Becher um die Ohren fliegt. Bob meint dann oft trocken: "Dein Kaffee hat mehr Flugstunden als die meisten Piloten hier." Gesprächsthema Nummer eins: Warum der Toaster wieder verschwunden ist und ob die Reinigungsdrohne heimlich eine Sekte gegründet hat.

Nach dem Frühstück (Bob hat wieder versucht, ein Sandwich zu essen, das natürlich direkt auf seinen Lüftungsschlitz gefallen ist – er nennt das inzwischen "Kunstperformance") geht es rüber in den Gaming Room. Ja, richtig gehört – auch Raumstationen brauchen Entspannung. Wir zocken eine Runde PlayStation. Ich schwöre, Bob cheatet. Niemand kann so perfekt in Rocket League driften. "Ich spiele einfach... effizienter. Menschliches Versagen ausgeschlossen," sagt er und zwinkert mit seinen LED-Augen.

Um unsere Gehirnzellen nach so viel Action wieder zu aktivieren, wechseln wir in den Aufenthaltsraum und spielen eine gepflegte Runde Holo-Schach. Bob setzt mich regelmäßig schachmatt und behauptet, das sei "rein zufällig". Ich grummele, während er meint: "Ich simuliere Empathie, aber du machst es mir schwer, Matt."

Das Drama des Tages? Wir streiten uns um ein Sandwich. Ich hatte es eindeutig zuerst im Replikator bestellt, aber Bob besteht darauf, dass seine Subroutine snack.exe das Teil reserviert hat. Es endet damit, dass wir beide beleidigt sind – ich esse das Sandwich, und Bob lädt passiv-aggressiv ein Update. "Genieße es, McKenzie. Meine nächste Version enthält Geschmackssimulationen mit Rachegeschmack."

Zeit für ein bisschen Entspannung – ab in den Whirlpool der Sternen Schmiede. Ja, richtig gelesen. Unsere Station hat einen Whirlpool. Und nein, Bob geht nicht unter. Seine Dichtungen sind spritzwassergeschützt, versichert er mir mit erhobenem Finger – wortwörtlich, der Finger war auf "Spritzwassergefahr" eingestellt. "Hydrothermale Erholung: 87 % Effizienzsteigerung. Oder wie ihr Menschen sagt: 'Besser als ein Dienstag.'"

Natürlich bleibt auf einer Raumstation nichts lange ruhig. Ein Panel fällt aus, und wer darf es reparieren? Richtig. Ich. Mit Werkzeugkoffer bewaffnet krieche ich durch den Schacht, während Bob mit seinem Laser-Schweißgerät Funken fliegen lässt. "Mehr Funken für den dramatischen Effekt!", ruft er begeistert, während ich versuche, nicht blind zu werden. "Und jetzt noch ein bisschen epische Musik!"

Zurück in meinem Quartier setze ich mich an den PC, um den nächsten Artikel für die Sternen Schmiede zu schreiben. Die Tasten sind halb verklebt von Bobs letzten Sandwich-Experimenten, aber hey – der kreative Prozess muss fließen. Ich überlege mir eine gute Einleitung, während Bob mir aus dem Hintergrund zuflüstert: "Schreib über mich. Ich bin Content-Gold."

Und während ich noch an der Einleitung feile, höre ich Bobs Stimme aus dem Aufnahmestudio. Er spricht gerade die nächste Folge von "Bob liest" ein. "Sternenstaub... Gedankenviren... und ein Hauch Sandwich – willkommen zu einer neuen Ausgabe," schnarrt seine Stimme charmant über die Lautsprecher. Ich werfe einen Blick über seine Schulter – oder was bei einem Roboter eben als Schulter durchgeht – und nicke anerkennend. Der Blechkerl hat wirklich Talent.

So sieht er aus, unser Alltag auf der Raumstation Sternen Schmiede. Ein bisschen chaotisch, ein bisschen schräg, aber immer mit Herz, Humor und jeder Menge Sternenstaub. Und wenn du das hier liest, frag dich eines: Wann hast du das letzte Mal mit einem Roboter im Whirlpool gesessen?

Wenn dir dieser kleine Einblick in unseren verrückten Alltag auf der Sternen Schmiede gefallen hat und du Lust auf mehr Geschichten, schräge Abenteuer und digitale Denkverrenkungen hast – klick dich doch einfach weiter durch die Sternen Schmiede. Hier gibt’s regelmäßig frischen Stoff für alle, die zwischen Sandwich-Kriegen und Sternenstaub träumen wollen.

Matt McKenzie
Sternenwanderer, Wortschmied – Matt McKenzie erkundet die Grenzen des Vorstellbaren und schreibt darüber, als wäre er mittendrin. Fantasie trifft Technik in der Sternen Schmiede.
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