Manchmal reicht ein Blick in den Himmel oder ein dumpfes Grollen aus der Tiefe und du weißt: Die Welt ist nicht mehr, wie sie war. So fühlt es sich an, wenn Godzilla über die Leinwand schreitet – oder wenn King Kong aus dem Dschungel tritt. Das MonsterVerse ist eine moderne Filmsaga, die uralte Titanen in einer Weise aufleben lässt, wie wir sie noch nie gesehen haben: mit Wucht, Stil, Science-Fiction und jeder Menge Gänsehaut.

Godzilla (2014) – Der König kehrt zurück
Wenn ich an den 2014er Godzilla denke, spüre ich heute noch diese düstere, gesättigte Atmosphäre. Regisseur Gareth Edwards hat hier nicht einfach nur ein Monster auf uns losgelassen – er hat eine Naturgewalt entfesselt. Die Kameraarbeit, die Klangkulisse, die Musik von Alexandre Desplat – das war kein Kinospektakel, das war ein Erlebnis. Es war das Gefühl, dass die Menschheit klein ist… und dass etwas viel Größeres erwacht ist. Besonders beeindruckt war ich davon, wie ernst der Film sich selbst nimmt, ohne je ins Lächerliche zu kippen. Keine plumpe Action, sondern ehrfurchtgebietendes, langsames Aufbauen von Spannung, das in einem epischen Showdown gipfelt. Für mich war das der Startschuss für etwas Großes – das neue MonsterVerse.

Kong: Skull Island (2017) – Ein Abenteuer wie aus einem Traum
Kong: Skull Island hat eine ganz andere Tonalität – aber ich liebe sie. Der Film ist ein Abenteuerfilm im besten Sinne, eine Expedition ins Ungewisse. John Goodman und das gesamte Team stoßen auf eine Welt, die wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Zeit. Rieseninsekten, Monsterwesen – und mittendrin: Kong. Hier ist er nicht nur ein Tier, sondern fast schon ein Wächter seiner Welt. Die Farben sind leuchtend, die Bilder gewaltig, die Musik rockt, und gleichzeitig hat alles diese mystische, fantasievolle Note, die ich so sehr liebe. Es ist ein Film, der wie gemacht ist für Träumer, für Entdecker, für all jene, die sich nach einer Welt sehnen, in der das Unmögliche möglich ist.

Godzilla: King of the Monsters (2019) – Die Welt wird größer
Und dann kam King of the Monsters – und plötzlich war klar: Das hier ist kein Einzelfilm-Phänomen. Das ist ein Universum. Ein ganzer Pantheon an Titanen erwacht: Mothra, Rodan, Ghidorah. Die Kämpfe sind gewaltig, die Schauplätze global, und das Sounddesign... mein Gott, das ist pure Wucht. Der Film hebt alles auf ein neues Level. Es fühlt sich an wie ein Märchen, erzählt mit Donnerhall und elektrischen Stürmen. Und wieder schafft es der Film, dass man nicht einfach nur zuschaut, sondern regelrecht schwebt – getragen von der Musik, den Bildern, der Stimme des Films. Für mich war das der Moment, in dem ich wusste: Das MonsterVerse ist etwas Besonderes.

Godzilla vs. Kong (2021) & Godzilla x Kong: The New Empire (2024)
Ja, ich geb’s zu: Die Filme, in denen Godzilla und Kong aufeinandertreffen, haben mich nicht ganz so abgeholt wie die Solowerke. Das liegt vielleicht daran, dass sie einen etwas anderen Ton anschlagen – mehr Spektakel, weniger Atmosphäre. Trotzdem: Sie sind immer noch besser als viele andere Blockbuster da draußen. Und auch hier steckt Fantasie drin, steckt Science-Fiction, steckt das Herz eines Universums, das größer ist als wir. Die Ideen, die dem Ganzen zugrunde liegen – von der Hohlerde bis hin zu uralten Dynastien von Titanen – sind einfach faszinierend.

Ein Blick zurück: Der Ursprung des Mythos
Natürlich begann alles viel früher. Godzilla erblickte 1954 das Licht der Kinowelt – als Symbol für die atomare Bedrohung, geboren aus der Angst der Nachkriegszeit. Der erste Film war düster, ernst und gesellschaftskritisch – und er legte den Grundstein für ein gigantisches Franchise. Über 30 japanische Filme später war Godzilla längst zur Popkultur-Ikone geworden. Von trashigen Gummianzügen bis hin zu philosophischen Erzählungen über das Verhältnis von Mensch und Natur – Godzilla war nie nur ein Monster. Er war Spiegelbild unserer Ängste und Träume.
Und dann kam Hollywood. Erst mit gemischtem Erfolg (wir erinnern uns...), aber mit dem 2014er Film begann eine neue Ära. Eine Ära, die nicht nur die Ikonen ehrte, sondern ihnen auch neue Tiefe verlieh. Zusammen mit Kong, der schon seit 1933 auf der Leinwand wütete, entstand etwas, das heute viele begeistert: das MonsterVerse.

Warum du diese Filme sehen solltest
Wenn du auf brachiale Atmosphäre stehst – auf donnernde Basswellen, die durch Mark und Bein gehen, und Bilder, bei denen der Bildschirm förmlich bebt –, dann ist das MonsterVerse wie für dich gemacht. Diese Filme sind keine leisen Erzählungen, sie sind ein Erlebnis. Hier wackelt alles, wenn du die Lautsprecher aufdrehst. Wenn Godzilla aus dem Ozean steigt oder Kong seine gewaltige Faust auf den Boden donnert, dann spürt man das nicht nur – man lebt es mit. Wer offen ist für riesige Monster, die mit gewaltiger Wucht aufeinanderprallen, und dabei nicht nur Chaos, sondern auch echtes Kino-Feeling erleben will, sollte sich diese Reihe unbedingt gönnen. Am besten mit abgedunkeltem Raum, großem Bildschirm und dem Sound auf Anschlag. Du wirst es nicht bereuen.

Matt McKenzie
Sternenwanderer, Wortschmied – Matt McKenzie erkundet die Grenzen des Vorstellbaren und schreibt darüber, als wäre er mittendrin. Fantasie trifft Technik in der Sternen Schmiede.
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